Die EnEV (Energieeinsparverordnung) gehört zum deutschen Baurecht. Die EnEV löste die Heizungsanlagenverordnung und die Wärmeschutzordnung ab und vereint sie jetzt. 2002 trat die erste Fassung der EnEV in Kraft, 2004 die nächste. Und 2007 wurde eine Neufassung gemacht, damit man die neuen EG-Richtlinien umsetzen konnte. Die EnEV durchlief eine weitere Neuerung und am 1. Oktober 2009 trat diese dann in Kraft. Hiermit wurde das IEKP (Integrierte Energie- und Klimaprogramm) durch die Bundesregierung durchgesetzt. Am 18. Juni 2008 beschloss die Bundesregierung eine Änderung der EnEV. Der Bundesrat stimmte dieser Änderung am 06. 03. 2009 zu und diese wurde dann von der Bundesregierung am 18. 03. 2009 angenommen.
Ziel der neuen EnEV ist es, den Energiebedarf bei Heizung und Warmwasser um mindestens 30% zu senken. Im Folgenden schreibt die EnEV vor, dass bei Neubauten der Energieverbrauch um bis zu 30% gesenkt werden muss. Ferner muss die Dämmung verbessert werden, damit die Gebäudehülle ebenfalls die Energiekosten um bis zu 15% senken kann. Altbauten müssen nun baulich so verändert werden, dass ebenfalls eine Ersparnis von 30% an Energie eintritt. Hierzu gehört besonders die Erneuerung der Fenster, der Fassade und des Daches. Auch nichtbegehbare Geschosse müssen verstärkt abgedämmt werden. Ebenso müssen begehbare Obergeschosse abschließend gedämmt werden.
Klimaanlagen, welche die Luft befeuchten müssen umgerüstet werden. So muss es möglich sein, dass die Anlagen in Zukunft automatisch be- und entfeuchten können. Nachtstromspeichergeräte dürfen nicht älter als 30 Jahre sein, spätestens dann müssen sie außer Betrieb genommen werden. Ebenso werden die Kontrollen verschärft. Das alles soll dazu führen, dass auch jeder Eigentümer sich an die EnEV hält.
Jedes Gebäude erhält außerdem einen eigenen Ausweis. Das ist der sogenannte Energieausweis. Er beinhaltet alle wichtigen Eckdaten, die auch Einfluss auf den Energieverbrauch des Hauses haben.
Der Ausweis zeigt auch Modernisierungsempfehlungen an, diese geben Aufschluss darüber, wo das Haus verbessert werden kann. So können werthaltige Energiekosten gezielt gesenkt werden.